172 Wirtschaftswissenschaftler sind mit der Eurorettungspolitik von Buka Merkel scharf in’s Gericht gegangen. In einem offenen Brief heißt es, unter den Beschlüssen vom vergangenen Euro-Gipfel in Brüssel würden noch „unsere Kinder und Enkel“ leiden. Unterschrieben wurde er u.a. vom Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn. Deutschland und die soliden Länder würden gepresst, ihre Haftungssummen immer weiter auszudehnen. „Streit und Zwietracht mit den Nachbarn sind dann vorprogrammiert. Weder der Euro noch der europäische Gedanke als solcher werden durch die Erweiterung der Haftung auf die Banken gerettet“, warnen die Ökonomen.
Initiator des Aufrufs ist der Dortmunder Wirtschaftsstatistiker Walter Krämer – zu den Unterzeichnern zählen u.a. Kai Konrad, Vorsitzender des Wissenschaftlerbeirats von Finanzminister Wolfgang Schäuble, der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen, der frühere DIW-Präsident Klaus Zimmermann, der ehemalige sächsische Ministerpräsident und Finanzprofessor Georg Milbradt, der österreichische Wirtschaftsberater Bernhard Felderer. Auch mehrere deutsche Professoren, die im Ausland lehren, haben unterschrieben.
[1] Junge Freiheit ESM: Wirtschaftswissenschaftler rufen zu Protesten auf
[2] FAZ „Wir sehen die Bankenunion mit großer Sorge“
[3] Dokumentation Der offene Brief der Ökonomen im Wortlaut