“Wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen”

November 21st, 2011 Kommentare deaktiviert

Wolfgang Schäuble auf dem European Banking Congress 2011. Anwesend waren dabei u.a. der[noch] Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, die Frankfurter Oberbürgermeisterin, Petra Roth, und der neue Chef der EZB, Mario Draghi und so gut wie nichts davon wird in den Medien gesendet. Damit ist dann auch die ganze, offiziöse Journaille als Polit-Putze des US-Hegemons vorgeführt – das konnte man allerdings auch schon ahnen, lange bevor Claus Kleber, Nachrichtensprecher des GEZ-ZDF, beim Erklingen der amerikanischen Hymne die Hand auf’s Herz legte.

Dann stellt sich natürlich die Frage, inwieweit Verträge, die ein nichtsouveräner Staat geschlossen hat und schließt, überhaupt rechtsgültig sind. Weiter stellt sich die Frage, warum die nachkriegsdeutsche Politelite in den fast 70 Jahren nach Kriegsende und fast 25 Jahren nach dem Mauerfall nicht versucht hat, nach und nach die volle Souveränität zurückzuerlangen -das Streben nach Unabhängigkeit und Souveränität gehört ja eigentlich zu den vitalsten Instinkten jedes Menschen. Es sei denn, man hat sich in der Abhängigkeit gut eingerichtet.

[1] Teil der Artikelserie: Bedingt souverän.
[2] Ebenfalls Thema in der JF: Schäuble: Wir waren nie souverän

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